|
|
|
| Geschrieben von: Ulrich Knops | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dienstag, den 19. Dezember 2006 um 15:00 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
ChemieChemie ist wenn es stinkt und kracht...die alkoholische GÀÀrung, alscho die GÀÀrung desch Allohols isch die alloholische GÀÀrung. Aber was ist Chemie wirklich? Chemie umfasst die Lehre der kleinsten Teile, der Atome (aus dem Griechischen: unteilbar), ihren Aufbau, die Reaktion diese Elemente untereinander und die Analytische Zerlegung aller Materie in ihre Bestandteile (MolekĂŒle). Sie erklĂ€rt im Modell das Entstehen und die Zusammensetzung der Materialien, sie ist Grundlage zur Schaffung neuer Werkstoffe - kurz: Sie befasst sich mit dem mikroskopischen, nicht sichtbaren Mikrokosmos. Chemie ist eine Naturwissenschaft, die in ihrem Umfang fĂŒr Laien nicht oder nur schwer zu begreifen ist. Allerdings sind grundlegende GesetzmĂ€ssigkeiten durchaus auch fĂŒr Laien nĂŒtig - und sei es nur, damit es nicht kracht und stinkt... AtomAtommodell nach BohrDer Physiker und Chemiker Bohr (1885 - 1962) war als einer der ersten Wissenschaftler in der Lage, den Aufbau und die Zusammensetzung von Atomen im Modell nachzuweisen und entwickelte 1913 sein Atommodell auf Grundlage der Vorstellungen E. Rutherfords und der Quantentheorie von Max Planck, das in GrundzĂŒgen auch heute noch GĂŒltigkeit hat: Seine Theorie basierte nicht mehr auf dem Atom als solches, da er erkannte, daĂ dieses durchaus teilbar ist. Er unterteilte in seinem Modell das Atom in den Kern (bestehend aus Neutronen und Protonen), wo die Masse konzentriert ist und den Kern umkreisende negativ geladene Teilchen, sog. Elektronen, die die HĂŒlle darstellen. Die Bahnen dieser Elektronen waren nach seiner Theorie berechenbar.
Das PeriodensystemDas Periodensystem (interner Link) wurde entwickelt, um die bekannten Atome in eine logische Ordnung zu bringen. Als Ordnungszahl verwandten die Entwickler dabei die Anzahl der Protonen im Kern des Atoms (Beispiel Wasserstoff (H), 1 Proton, 1 Neutron, 1 Elektron Ordnungszahl 1). Die Anzahl der freien (Valenz-)elektronen ergaben die Einteilung in die acht Hauptgruppen I bis VIII. Die Anzahl der (Elektronen-) Schalen ist aus der Zeile zu erkennen: 1te Zeile - 1 Schale, 2te Zeile - 2 Schalen, usw. Zudem wurden gleichzeitig die Massezahlen ( Protonen + Neutronen) mit in die Tabelle aufgenommen. Ein sehr umfangreiches System mit direkten Informationen zu den einzelnen Elemente findet sich hier (http://www.periodensystem.info/periodensystem/) Aus diesem System lÀsst sich das Verhalten eines Elementes und mögliche Bindungen direkt ablesen: Beispielsweise wird ein links stehendes Element (z.B. Wasserstoff) sich ein rechtsstehendes Element (z.B. Sauerstoff) suchen, um eine Verbindung einzugehen ( Ergebnis: Wasser H2O) Dabei ist auch die Anzahl des jeweiligen Elementes in der Verbindung abzuleiten. Zu den Bindungsarten kommen wir spÀter. Grundlegende Begriffe der ChemieAnalyse - Synthese - Mischung - Verbindung AnalyseAnalyse: Auseinandernehmen eines Stoffes, Zerlegen in Bestandteile dabei unterscheidet man zwischen:
SyntheseSynthese: Verbinden / Verschmelzen von Stoffen zu einem Neuen, d.h. Synthese zweier Stoffe erzeugt einen neuen Stoff, der durch einfache mechanische Analyse nicht mehr zu den Ausgangsstoffen gefĂŒrt werden kann. Diese Stoffe nennt man chemische Verbindungen. chemischer Vorgang: Verbrennung(Oxidation) Korrosion (Oxidation) alkoholische GĂ€rung, Elektrolyse, Synthese eines neuen Stoffes Eine chemische Rekation fĂŒhrt zu einer Verbindung . Diese ist meist irreversibel oder zumindest nicht physikalisch rĂŒckfĂŒhrbar. Mischung und Umformungphysikalischer Vorgang: Verformung, TemperaturĂ€nderung und damit Ănderung des Aggregatzustandes (Fest- FlĂŒssig-Gasförmig), EnergiezufĂŒhrung oder Entzug (Akku), Mischen - Ănderung der Ă€uĂeren Eigenschaften ohne die Stoffe selbst zu verĂ€ndern - "leicht" reversibel (rĂŒckfĂŒhrbar) Extraktion: herauslösen von Bestandteilen eines Stoffes durch Lösungsmittel - z.B. Kaffeekochen ein physikalischer Vorgang verĂ€ndert die Ausgangsstoffe nicht chemisch, d.h. eine physikalische Verbindung/ Umformung ist entsprechend auch physikalisch reversibel (rĂŒckfĂŒhrbar) Chemische BindungsartenAtome bilden in der Natur MolekĂŒle, d.h. sie kommen selten atomar (also in ihrer reinen Form) vor. MolekĂŒle sind also zusammengesetzte Atome, deren Verbindung in unterschiedlicher Form und StabilitĂ€t vorliegt. Man unterscheidet drei Bindungsarten:
OxidationOxidation ist ein chemischer Prozess, bei dem das oxidierte Element (meist) Sauerstoff aufnimmt und dabei Elektronen an den Oxidanten (Oxidationsmittel) abgibt. Einige Oxidationsmittel: Wasserstoffperoxid H2O2 , Kaliumpermanganat KmnO4, Salpeter KNO3 ReduktionReduktion ist die entgegengesetzte Reaktion zur Oxidation, d.h. Sauerstoff wird einer Verbindung entzogen und Elektronen werden aufgenommen. Einige Reduktionsmittel: Wasserstoff H2, Natrium Na, Kohlenstoff C RedoxreaktionWie oben gesehen, werden Oxidanten zur Oxidation eingesetzt, Reduktionsmittel zur Reduktion. Somit ist logischerweise jede Oxidation mit Sauerstoffverbindungen mit einer Reduktion des Oxidanten verbunden! Daher nennt man diesen Prozess auch Redoxreaktion. Basen / LaugenLaugen sind chemische Verbindungen die durch Einleiten von Wasserlöslichen Metalloxiden (z.B. K2O = Kaliumoxid) in Wasser, oder der Reaktion unedler Metalle mit Wasser (Na = Natrium) entstehen. Charakteristisch fĂŒr Laugen sind die dabei entstehenden OH - Gruppen, die stark reaktiv sind.
SÀurenSÀuren sind chemische Verbindungen, bei denen die Wasserstoffatome derart angelagert sind, dass sie dieser Verbindung leicht entzogen werden können (Dissoziation - Entzug von Wasserstoff). Auf dieser Eigenschaft beruht die SÀurecharakteristik dieser Chemischen Verbindungen. Ihre SÀurewirkung entfalten diese Verbindungen erst durch Einleitung in oder Kontakt mit Wasser. Daher ist auch leicht zu erklÀren, warum SchleimhÀute besonders durch SÀuren angegriffen werden können.
Neutralisation und chemische ReaktionsgleichungNeutralisationnennt man die Verbindung von SĂ€uren und Basen (Laugen) zu Salz und Wasser. Also entsteht Wasser durch die Reaktion der OH - Gruppe der Lauge (-hydroxid) mit den Wasserstoffionen H+ der SĂ€ure - das Metall der Lauge reagiert mit der negativ geladenen Oxidationsgruppe der SĂ€ure - es entsteht Salz. Beispiel: Natronlauge und SalzsĂ€ure werden zusammengeleitet, die beiden Stoffe ragieren zu Wasser und Kochsalz NaOH + HCl => Na+ OH - + H+ + CL- => NaCL + H2O Zur ErklĂ€rung: das hochgestellte + bedeutet eine positive Ladung des Ions durch Verlust eine Elektrons, das hochgestellte Minus die negative Ladung des Ions durch Ăberschuss eines Elektrons. ReaktionsgleichungChemische Reaktionsgleichungen erklĂ€ren die Zusammensetzung und mengenmĂ€ssige Relation der Ausgangsstoffe und des Produktes einer Reaktion. Wir nehmen als Beispiel die Neutralisation von Natronlauge und SchwefelsĂ€ure NaOH + H2SO4 = Na SO4 + H2O => Na+ + OH- + 2H+ + SO4(2-) = Na SO4 + H2O Ausserdem benötigt die SO4-Gruppe wenigstens zwei positive Ionen zum Aufbau einer neutralen Bindung also z.B. 2 Na+ ! Daraus folgt dann, dass die Reaktionsgleichung wie folgt aussehen muss: 2 NaOH + H2 SO4 = NaSO4 + 2 H2O Allgemein ausgedrĂŒckt bedeutet dies, dass die Summe der Einzelelemente auf der linken Seite gleich der Summe der Elemente auf der rechten Seite sein muss! Also: A + B = C + D => xA + B = C +xD => A+xB = xC + D Die Linke Seite dieser Gleichung enthĂ€lt die Ausgangsstoffe, die rechte die Reaktionsprodukte Organische und Anorganische ChemieAus der Geschichte der Chemie, die als Wissenschaft erst spĂ€t den Absprung von der mysthifizierenden Alchemie des Mittelalters schaffte, erwuchs der Versuch, Chemie in natĂŒrliche und unnatĂŒrliche Chemie zu teilen Letzlich ist die Unterscheidung zwischen organischer (natĂŒrlicher) und anorganischer Chemie an das Vorkommen von Kohlenstoff in der Verbindung geknĂŒpft - wenngleich die ĂbergĂ€nge fliessend und nicht klar getrennt werden. Organische ChemieDiese wird auch Kohlenstoffchemie genannt Wie aus dem Namen bereits hervorgeht befasst sich diese Teil der Chemie mit allen Verbindungen, die Kohlenstoff in freier oder gebundenenr Form enthĂ€llt. Als wichtigstes Teilgebeit ist hier die Biochemie zu nennen, die sich mit den VorgĂ€ngen in den Pflanzen, der sogenannten Fotolyse und Fotosynthese( Umwandlung von CO2 in Zucker und Sauerstoff ) befasst. Organische Verbindung:Kohlenwasserstoffverbindungen wie z.B. Zucker, StĂ€rke, Mehl, Kohlendioxide, KohlensĂ€ure, Kristalle, Bernstein, Diamant, Kohle, Erdöl, usw... können lange Ketten von MolekĂŒlen bilden - sogenannte MakromolekĂŒle Schweflige Kohlenstoffverbindungen, AminosĂ€uren sind Beispiele. Folgend eine tabellarische Auflistung der organischen Verbindungen
Anorganische ChemieDiese beschĂ€ftigt sich mit allen nichtbiologischen und kĂŒnstlich hergestellten, synthetischen Stoffen. Obgleich die Produktion sogenannter Polymeride, Polystyrole und Polychloride hierzu zĂ€hlen, sind in diesen Kunststoffen durchaus Kohlenstoffatome vorhanden ( Erdöl als Rohstoff ist letztlich ja nichts anderes als Ăberbleibsel von Pflanzen ) und zĂ€hlen wieder zur organischen Chemie... Hier sind die Grenzen also flieĂend. Darstellung der Atome und MolekĂŒleIn der Chemie werden Atome, MolekĂŒle und Verbindungen meist nicht bildlich (sieh Atommodell), sondern in Summen oder Strukturschreibweise mit den Bezeichnungsbuchstaben der einzelnen Elemente dargestellt Anhand des Wasserstoffes (H) und Sauerstoffs (O) verbildlichen wir diese unterschiedliche Schreibweise:
Es ist also ersichtlich, dass die Strukturformel eher Aufschluss ĂŒber das Aussehen eines MolekĂŒls gibt als die Summenformel.
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 18. Oktober 2010 um 10:04 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||





Das Atom wird also von Elektronen in einer Bahn Ă€hnlich der der Planeten um die Sonne umkreist. Dabei ist die Anzahl der Elektronen insgesamt abhĂ€ngig von der Anzahl der Protonen im Kern - sie ist gleich. Die Anzahl der Elektronen verteilt sich nach Bohr auf verschiedene HĂŒllen, die nach der Formel 2nÂČ mit Elektronen besetzt werden. Allerdings liegen auf der Ă€usseren (bei Edelgasen), bzw. vorletzten HĂŒlle maximal 8 Elektronen. Dieses Oktagene Verhalten lĂ€sst sich mit dem Bestreben erklĂ€ren, das ein Atom/MolekĂŒl Edelgaskonfiguration erreichen will. Aus diesem Ansatz lĂ€sst sich das Priodensystem und das Zustandekommen Chemischer Bindungen erklĂ€ren.